Motorschaden nach Umfaller

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Re: Motorschaden nach Umfaller

Beitragvon Josef » Mi 10. Jul 2019, 11:13

Wenn das Pleullager kaputt ist , kann ich das von Außen feststellen? Ich denke so an Spiel Kurbelwelle zum Kolben.
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Re: Motorschaden nach Umfaller

Beitragvon paul » Mi 10. Jul 2019, 16:27

Hallo Josef,

das Pleuellager geht von einem Sturz nicht kaputt.

Wenn das verschlissen wäre hättest Du vor dem Sturz schon beim Kaltstart ein Klackergeräusch im Kopfbereich, das nach 10 bis 20 Sekunden verschwindet, gehört.

Das Pleuellager kannst Du nur durch Messen überprüfen, dazu muss der Kolben runter.

Ein lautes Klackern gibt es auch, wenn die Dekompressionsmechanik oben nicht richtig eingestellt ist.

Vielleicht tanzt ja die verlorene Mutter im Brennraum rum .....
Grüße Paul ...

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Re: Motorschaden nach Umfaller

Beitragvon Josef » Mi 10. Jul 2019, 19:03

Hallo Paul
paul hat geschrieben:
das Pleuellager geht von einem Sturz nicht kaputt.

Wenn das verschlissen wäre hättest Du vor dem Sturz schon beim Kaltstart ein Klackergeräusch im Kopfbereich, das nach 10 bis 20 Sekunden verschwindet, gehört.

Das Pleuellager kannst Du nur durch Messen überprüfen, dazu muss der Kolben runter.

Die These ist das durch das kuzzeitige Trockenlaufen das Klackern von Pleullager kommt.( Nicht durch den Sturz und nicht durch Vorschädigung)
Dazu meine Frage: wenn der Kopf unten ist , und man dann die Kurbelwelle dreht, ein Spiel am Kolben erkennen könnte ( Zur Überprüfung der These)
paul hat geschrieben:Ein lautes Klackern gibt es auch, wenn die Dekompressionsmechanik oben nicht richtig eingestellt ist.

Die TTRE hat keinen Dekompresionshebel, der klackert deswegen auch nicht.
paul hat geschrieben:ielleicht tanzt ja die verlorene Mutter im Brennraum rum .....

Hm ....ich stell mir das Geräusch einer Mutter im Brennraum etwas apokalyptischer vor........
Müsste ich den Kopf abmachen um zu schauen.
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Re: Motorschaden nach Umfaller

Beitragvon paul » Mi 10. Jul 2019, 20:51

Wie Torn schon schrieb, 30 sec. auf der Seite laufen mit Ölverlust macht dem Motor / Pleuel nichts aus.
Da haftet noch so viel Restöl, dass es fürs Pleuellager reicht.
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Re: Motorschaden nach Umfaller

Beitragvon Torn » Mi 10. Jul 2019, 21:12

Dazu meine Frage: wenn der Kopf unten ist , und man dann die Kurbelwelle dreht, ein Spiel am Kolben erkennen könnte ( Zur Überprüfung der These)

eher nicht, erst wenn das Pleuellager schon richtig fertig ist, wenn du etwas Erfahrung hast..... ...Zylinder runter und dann schon eher! Aber brauchst du nicht prüfen, denn das wird nicht defekt sein! Das ist eine Enduro und keine Prinzessin auf der Erbse!
Vielleicht tanzt ja die verlorene Mutter im Brennraum rum .....

Hm ....ich stell mir das Geräusch einer Mutter im Brennraum etwas apokalyptischer vor........

also wenn die Mutter von Kipphebel bis in den Brennraum gelangen kann, dann hat der Motor definitiv ganz andere Probleme als nen defektes Pleuellager!
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Re: Motorschaden nach Umfaller

Beitragvon vagant » Mi 10. Jul 2019, 22:50

Josef hat geschrieben:Die These ist das durch das kuzzeitige Trockenlaufen das Klackern von Pleullager kommt.


das war eben meine these, trotz das ich anfangs schrieb das eigentlich noch genügend restschmierung vorhanden ist auch wenn der ölkreislauf zusammengebrochen ist. habe jetzt schon paar mal "gehört" das ein pleullagerschaden auch von jetzt auf gleich auftreten kann, in weniger als 10 sec.
wie gesagt... nur gehört.
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Re: Motorschaden nach Umfaller

Beitragvon Torn » Do 11. Jul 2019, 05:58

Der Pleuelkopf ist ja nur ein Gelenk ohne volle Drehbewegung. Die Oberflächen sind fein geschliffen und echt gut gehärtet, das Material eh top und Restöl vorhanden - da müsstest du ja wegen Mangelschmierung bei jedem Ölwechsel Angst um dieses Lager haben. Jede Motorsäge müsste bei nicht waagerechtem Einsatz ja auch sofort nen Schaden bekommen - mach dir da mal echt keinen Kopf! Alles prüfen was realistisch ist und da die Kontermutter fehlt, würde ich den Kipphebel genauer anschauen und das Ventilspiel korrekt einstellen - eventeull ist eine neue Schraube sinnvoll, weil bei der alten die Kontaktfläche weich und breitgekloppt ist. Die Mutter klemmt auch defintiv nirgends in einer Federwindung? Die Federn sind auch wirklich alle heile und keine gebrochen - auch keine Innere?
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Re: Motorschaden nach Umfaller

Beitragvon Josef » Do 11. Jul 2019, 09:16

Torn hat geschrieben: Alles prüfen was realistisch ist und da die Kontermutter fehlt, würde ich den Kipphebel genauer anschauen und das Ventilspiel korrekt einstellen - eventeull ist eine neue Schraube sinnvoll, weil bei der alten die Kontaktfläche weich und breitgekloppt ist. Die Mutter klemmt auch defintiv nirgends in einer Federwindung? Die Federn sind auch wirklich alle heile und keine gebrochen - auch keine Innere?

Hab mir das alles ziemlich genau, mit Taschenlampe, angeschaut, und mit alten Zylinderkopfdeckel verglichen. Augenscheinlich nichts krumm und nichts kaputt und nichts drin (Mutter).
Werde jetzt trotzdenn noch die Nockenwelle rausnehmen und den Kopf runtermachen und mal die Ventile auf Dichtichkeit prüfen( Benzin reinkippen)
Und deinemTipp folgen und die Einstellschraube wechseln.
Dann bau ich das Ding wieder zusammen, mit der Hoffung, dass das Klappern vom völlig verstellten Ventilspiel kam....

Danke für die Tipps!
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Re: Motorschaden nach Umfaller

Beitragvon DTI » Do 11. Jul 2019, 10:38

Kein Benzin nehmen, das verflüchtigt sich zu schnell. Besser Diesel.
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Re: Motorschaden nach Umfaller

Beitragvon Josef » Do 11. Jul 2019, 11:47

DTI hat geschrieben:Kein Benzin nehmen, das verflüchtigt sich zu schnell. Besser Diesel.

Hm,mein Gedanke ist ,dass Benzin dünnflüssiger ist und deshalb eine Undichtigkeit schneller anzeigt.
Habs aber auch erst einmal ausprobiert ( und da wars mit Benzin dicht). Also mit Diesel noch nicht ausprobiert.( Außer damit den Motor von der Kupplungseite richtung Statorseite ausgespült.( Als ich Späne im 3TB Motor meines Sohnes gefunden habe)
Hast du mit beiden Flüssigkeiten Erfahrungen gemacht?
Gruß
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