Bolzen am Krümmer abgerissen. Was machen !?

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Beitragvon MadMax » Sa 11. Nov 2006, 08:23

Aber trotzdem VORSICHT mit den Edelstahlschrauben, wenn die festfressen oder
abreißen ist ausbohren fast unmöglich!!!!!
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Beitragvon kapes » Sa 11. Nov 2006, 14:42

und vor allen dingen "mit ruhiger hand und bohrmaschine "
ist nicht empfehlenswert, wenn der bohrer verkantet und abbricht
wir das ausbohren fast unmöglich.
dann lieber ausbauen fest einspannen und an einer guten
standbohrmaschine (380V)ausbohren, da ist verkannten und bohrerbruch fast auszuschließen.

hat jemand schon erfahrung mit ausbohren und füllen mit flüssigmetall
und neu bohren und gewindeschneiden gesammelt ??

wäre vieleicht auch ne alternative.


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Beitragvon Persi » Mo 13. Nov 2006, 07:34

Hallo,

@Kapes: Flüssigmetall ist soweit ich weis nicht für so hohe Temperaturen geeignet. Ich fürchte das es einfach kaputt geht und nicht mehr hält. Ausbohren hat bei mir recht gut funktioniert. Und das sogar ohne den Motor ausbauen zu müssen.
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Beitragvon kapes » Mo 13. Nov 2006, 12:34

als ich habe hier presto flüssighaftstahl:
auszug technische werte :


Wärmebeständigkeit: 180 °C (kurzfristig höher)
einsatz-/temperaturbereich : -50°C bis 180°C


müßte eigentlich halten.

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Beitragvon kapes » Mo 13. Nov 2006, 12:40

also warum nicht einfach größer ausbohren und dann einen
stehbolzen mit dem flüssighaftstahl chemisch einschweißen

der stehbolzen ist ja nicht größeren belastungen ausgesetzt
und man muß noch nicht mal ein neues gewinde schneiden!


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Beitragvon Persi » Mo 13. Nov 2006, 12:59

Hallo Kapes,

ich fürchte 180°C reichen bei weitem nicht aus für die Bolzen am Krümmer. Bei den SuMos ist es ja fast normal wenn der Krümmer rotglühend ist. Die TT dürfte da m.E. locker 300°C erreichen.
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Beitragvon kapes » Mo 13. Nov 2006, 13:24

das wäre echt mal interessant mit einem temperaturfühler
den bolzen wenn er richtig heiß ist zu messen.

ich habe hier leider nicht die möglichkeit aber vielicht gibt's jemand im forum.
der bolzen ist mit sicherheit nicht so heiß wie der krümmer,
da gehen die heißen abgase direkt rein.
und der kopf soll ja noch das öl runterkühlen.
das öl sollte max. 130°C-150°C haben

könnte aber knapp werden.


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Linksbohrer

Beitragvon MadMax » Di 14. Nov 2006, 09:20

Also wo ich mir damals die Stehbolzen abgerissen habe, habe ich den ganzen Motor ausgebaut. (War nicht so wild) Den habe ich dann zu meinem Händler gebracht, und der hat dann mit Linksbohrern die
Stehbolzen ausgebohrt! Das ist überhaupt kein Problem, mit dem
richtigen werkzeug!! Sollte sich der Bohrer verkanten, dreht der dabei
dann einfach den restlichen Stumpf raus! Schade das man an dieses
Werkzeug nur sehr schwer rankommt!! :x
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Beitragvon scramblin_hennes » Di 14. Nov 2006, 09:54

Ich hab einen kompletten Satz Linksausdreher
liegen...
...und die bleiben bei mir auch liegen!
:evil:
Ist mir viel zu gefährlich, wenn der abreißt, hast
Du echt die Arschkarte gezogen!!!
Sauber mittig ausbohren (5mm), und dann das Ge-
winde nachschneiden. Ist einfach und funktioniert.
Meistens schneidet man die restlichen Stehbolzen-
späne raus und hat praktisch das alte Gewinde wie-
derhergestellt.
Sauberer ist natürlich der Ausbau des Kopfes mit Ein-
spannen und Säulenbohrmaschine, aber ich oute
mich mal als "Freihandbohrer" 8) , hat bisher so ca. 5 - 8
mal geklappt.
Manchmal stehen die Stehbolzen hinterher nicht mehr
ganz parallel, dann muss ggfls. die Überwurfschelle
ein bischen nachgearbeitet werden.
Gruß,
Hans
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Beitragvon Persi » Di 14. Nov 2006, 10:08

Hallo,

@scramblin_hennes, der MadMax meint nicht Linksausdreher sondern Linksbohrer. Die Linksausdreher kann man total vergessen bei einer Schraube die so fest ist wie die beim Krümmer. Über Linksbohrer habe ich auch schon nachgedacht aber leider nirgends welche gefunden.

Im Endeffekt habe ich es dann genauso gemacht du beschrieben hast. Mit einem 5er Bohrer leicht versetzt bohren und dann eine neues Gewinde schneiden. Klappt wunderbar
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